Gedanken zum Monat November

Unwetterwarnung

Wir sind unterwegs im Schwarzwald und es fängt zunächst an zu tröpfeln, dann wird der Regen stärker bis dicke, schwere Tropfen fallen. Ein Gewitter zieht auf. Blitz und Donner jagen uns großen Schrecken ein.

 

Gott sei Dank, eine Schutzhütte ist in Sicht. Die letzten Meter werden im Laufschritt zurückgelegt, um die Hütte noch zu erreichen, bevor wir völlig durchnässt sind oder Gefahr laufen, von herab fallenden Ästen getroffen zu werden. Wie glücklich sind wir, dass wir in dieser Hütte Schutz finden, wir zur Ruhe kommen können.
Dem einen oder anderen wird es schon so gegangen sein. Mehr oder weniger dramatisch.

Denn auch unser Leben gleicht manchmal einem Gewitter. Not und Sorgen prasseln wie Regen auf uns nieder. Zweifel und Anfechtungen stürmen in unseren Gedanken. Sünde lässt uns auf dem schlammigen Weg ausgleiten.

Wir fragen uns, was sollen wir tun in Zeiten der Not und des Zweifels? Wohin sollen wir fliehen mit unseren Sorgen und selbstzerstörerischen Gedanken?

Gott spricht uns zu:
Der Herr ist gütig. In schweren Zeiten ist er eine feste Zuflucht, und er kennt alle, die bei ihm Schutz suchen. (Nahum 1,7)

Gott selbst will unsere Schutzhütte sein. Bei ihm dürfen wir Zuflucht und Halt finden. Er gibt uns Geborgenheit und Schutz.

Deshalb kann ich uns nur auffordern: Lauf!!! Renn so schnell du kannst in Gottes Arme. Lege ihm deine Sorgen und Nöte hin. Gib die Sünde bei Jesus am Kreuz ab, damit du frei Gottes Gegenwart genießen kannst.

Er ist nicht genervt, wenn wir zu ihm kommen und ihm unsere Nöte hinlegen. Ganz im Gegenteil! Er kennt den, der bei Ihm Schutz sucht. Kennen heißt, dass er jeden, der zu ihm kommt, herzlich und innig liebt.
Das Gewitter in unserem Leben ist da, aber ebenso die Schutzhütte, die Zuflucht bei dem Gott, der uns von Herzen liebt.


Käthe Müller, Pastoralreferentin in der CG Weil der Stadt

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