Gedanken zum Monat Dezember 2011

Ewige Liebe

Die Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel liest sich wie eine dramatische Liebesgeschichte. Da gab es Zeiten der Liebe und Nähe und Zeiten der Untreue des Volkes und der Trennung von Gott. Und immer wieder geht Gott auf die Suche nach seinem Volk.

Er spricht sein aufrüttelndes Werben durch die Propheten und gibt Israel nicht auf. Seine Treue bleibt unerschütterlich. So sagt es die Monatslosung im Dezember, wo Gott zu dem Volk in der Verbannung sagt:

Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.
Jesaja 54, 7.

Und doch hat dieser Bund mit seinem Volk einen entscheiden Schwachpunkt: er scheitert immer wieder an der Sünde der Menschen. Deshalb kündigt Gott durch die Propheten immer öfter einen neuen Bund mit seinem Volk an, der sogar weit über das Volk hinaus gilt. Ein Bund, der durch die Sündhaftigkeit der Menschen nicht mehr zerstört werden kann. Der die Menschen von innen heraus verändert. Dieser Bund wurde später Wirklichkeit, als Jesus Mensch wurde, unsere Sünde auf sich nahm und uns seine Gerechtigkeit schenkte. Jetzt sind sündige Menschen in den Augen Gottes vollkommen und heilig, einfach, weil sie im Glauben zu Gott gehören. Einen kleinen Augenblick hatte Gott sich in seinem Zorn vor Israel zurückgezogen und es durch die großen Gerichte der Bibel gehen lassen, um dann im neuen Bund, durch das Kommen von Jesus, für Juden und Nichtjuden das ewige Heil zu bringen. So reicht die Monatslosung weit über die Geschichte Israels hinaus bis in das Leben jedes gläubigen Menschen hinein. Sie sagt uns: nie wieder wird sich Gott von den Menschen zurückziehen, die er in Jesus Christus angenommen und zu seinen Kindern erklärt hat. An dieser endlosen Gnade und der ewigen Liebe, die zu Weihnachten Mensch wurde, können wir uns in diesen Tagen ganz neu freuen.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht
Christoph Müller