Gedanken zum Monat März 2012

Der Schlüssel


Als Schlüsselvers wird in der Bibelkunde der Vers eines biblischen Buches bezeichnet, der mehr als alle anderen für die Botschaft des ganzen Buches steht.

So möchte z.B. der Evangelist Johannes seinen Lesern Jesus als den ewigen Gottessohn darstellen. Als Schlüsselvers wird deshalb Johannes 1, 14 angesehen, wo es heißt, dass das ewige Wort, Gott selbst, Fleisch wurde. Auch unsere Monatslosung für den März ist ein solcher Schlüsselvers, diesmal der des Markus-Evangeliums. Markus, der als Übersetzer des Petrus in Rom wirkte, möchte uns Jesus als Diener Gottes beschreiben. Die Botschaft seines Evangeliums ist zusammengefasst in Kapitel 10, Vers 45: Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mit diesem Schlüsselvers des Markus haben wir den Schlüssel zum Leben Jesu. Als ein Diener ist er gekommen, obwohl er der Schöpfer und Herr der ganzen Welt ist. Warum tat er das? Warum ließ er sich nicht feiern und verehren? Warum zelebrierte er nicht seine Wunder unter großem Spektakel? Weil er nie und in keinem Moment den Eindruck verwischen wollte, dass er als Diener der Menschen gekommen war. Sein Weg bestand darin, zu dienen und sich hinzugeben. Nur so konnte er uns wirklich aus der Macht des Teufels und der Sünde freikaufen. Und so hat er uns gleichzeitig ein gewichtiges Vorbild hinterlassen: alles, was an Gutem entsteht, entsteht durch Dienst und Opfer. Wer den Weg zur ewigen Erlösung und den Schlüssel zu persönlicher Erfüllung sucht: hier ist er!

Herzliche Grüße, Christoph Müller, pastoraler Mitarbeiter

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