Gedanken zum Monat Februar 2013

Licht an! Dunkel raus!

Im Wald spazieren gehen an einem Frühlingstag: was für ein Genuss. Das Rascheln der Blätter, das frische Grün der Bäume, die weichen, gefederten Wege. Wie schön!

Im Wald spazieren gehen bei Nacht: wie gruselig. Da wird in unserer Fantasie manch Baum zu einer bedrohlichen Gestalt oder ein Busch zu einem gefährlichen Hund.

Wie froh sind wir, wenn wir wieder zu Hause in unserer hellen und sicheren Wohnung sind. Licht und Dunkelheit lassen uns dieselben Dinge ganz unterschiedlich wahrnehmen. Wir brauchen das Licht und lieben es.

Doch wenn wir etwas verheimlichen möchten, dann sehnen wir uns plötzlich nach Dunkelheit Wenn Dinge verborgen bleiben sollen. Peinlichkeiten, Betrügereien, Sünde. Nichts davon soll ans Licht kommen. Das soll bloß keiner sehen oder merken. Jesus ist da ganz anderer Meinung:

Lk 11, 35 "So schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei."

Lesen wir den Bibelvers im Zusammenhang, dann verstehen wir, dass es hier darum geht, keiner Bosheit, keiner Sünde Zugang zu unserer Seele zu verschaffen. Was wir sehen und begehren, woran wir unser Herz hängen, das prägt unser Denken, das bestimmt unser gesamtes Handeln. Sind es Begehrlichkeiten, Geld oder Sorgen, es macht uns unfrei. Es macht unser Herz dunkel, denn Jesus, unser Licht wird verdrängt.

Deshalb möchte ich uns ermutigen das Lied von Albert Frey diesen Monat ganz bewusst zu singen und umzusetzen:

Wir schauen der Wahrheit ins Auge,
stellen uns in dein Licht.
Wir halten dort aus durch Gnade,
denn du verdammst uns nicht.
Du kennst unsre toten Winkel,
siehst unsern blinden Fleck,
berührst unsre wunden Punkte,
nimmst unsre Ängste weg.
Refrain:
Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit.
Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit.
Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit.
Jesus, komm bring uns ins Licht.

Jesus möchte unser Leben hell machen. Deshalb verspricht er uns: Wenn du nun ganz vom Licht durchdrungen bist und nichts mehr an dir finster ist, dann wirst du ganz und gar im Licht sein – so wie du es bist, wenn der Lichtstrahl der Lampe dich trifft. Lk 11,36

Ich wünsche uns allen einen von Jesu Licht durchfluteten Februar.

Käthe Müller, Pastoralreferentin

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