Gedanken zum Monat März 2013

Bei manchen Worten, die Jesus gesagt und gelebt hat, muss man zweifellos anerkennen: Er ist einfach nur genial!

So verhält es sich auch mit Markus 10,45:

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“.

Für uns als Gemeinde ist Jesus zur Rettung geworden. Er hat uns freigekauft, das ist eigentlich schon großartig genug.

„Ganz nebenbei“ bietet Jesus uns - und dem Rest der Welt - obendrein mit diesem Statement die Lösung für fast all unsere Probleme an.

Seien es Krisen, Kriege oder Crashs,fast überall ist doch die Wurzel des Übels gleich: Menschen neigen dazu, sich lieber dienen zu lassen – sich zu bedienen - als zu dienen!

Wie würde eine Welt aussehen, in der Herrscher, Politiker, Bankvorstände, Lehrer, Eltern oder Ehepartner Jesus‘ Prinzip des Dienens leben würden? Davon kann man nur träumen. Große Persönlichkeiten in der Geschichte, die der Menschheit positiv in Erinnerung bleiben werden, haben aber meistens genau das gelebt: Sie hatten das Anliegen, zu dienen. Sie bleiben jedoch leider Einzelne unter vielen anderen.

Für die Gemeinde wünsche ich mir, dass das kein Traum bleibt. Wir alle sind aufgefordert, Jesus zu folgen und er hat uns hier ein tolles Prinzip gegeben, wie unsere Gemeinschaft sehr erfüllend werden kann. Es wird nicht funktionieren, wenn ein Teil dient und der andere sich ausschließlich bedienen lässt. Irgendwann endet das in Frustration oder Erschöpfung Einzelner. Nein. In einer Gemeinschaft nach Jesu Willen läuft es anders, weil er will, dass niemand leer ausgeht. Denn das Wunderbare ist ja, dass niemand zu kurz kommt, wenn alle mit einer dienenden Haltung erscheinen.

Nur das Motto ist halt nicht wie in der Welt: „Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht“, sondern: „Wenn jeder an den anderen denkt, ist an jeden gedacht“. Das eine bewirkt Isolation, das andere wahre Gemeinschaft. Das eine ist ein Resultat der Ich-Gesellschaft, das andere mündet in echter Liebe. Doch hier kommt der Haken: Das eine erscheint am sichersten und das andere ist ein Risiko. Denn die Sorge schwingt immer mit: „Wenn ich mich zu sehr hingebe, werde ich dann zum Schluss nicht zu kurz kommen?“

Die Antwort,die Jesus sich wünscht ist: Nein. Er fordert uns heraus, ihm und anderen Menschen in der Gemeinde zu vertrauen: Wer das Dienen statt das „sich-bedienen-lassen“ wählt, wird nicht mit leeren Händen dastehen.

Jonas Vetter, pastoraler Mitarbeiter