Gedanken zum Monat August 2013

Geht es Ihnen gut? Sind Sie glücklich?
Nicht immer haben wir Grund zur Freude. Manches kann uns Glück oder Freude rauben.
Wir sind krank oder ein geliebter Mensch ist gestorben. Wir finden keine Arbeit oder wissen vor lauter Arbeit nicht ein noch aus. Wir sind einsam oder kommen nie zur Ruhe.

Doch ich habe eine gute Nachricht für Sie:

Gott verschließt nicht die Augen vor Ihren Problemen.
Er hat ein offenes Ohr für Ihre Klagen.
Er hat offene Arme für den, der Schutz sucht.

In Psalm 30,12 lesen wir:
"Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet."

Dieses Lied schreibt David bei der Einweihung des Tempels. Und wir können uns vorstellen, dass die ganze Gemeinde mitgesungen und mitgetanzt hat. Da ging richtig „die Post ab“. Da war der ganze Raum von Freude und Tanz erfüllt.

Darf es in der Kirche so fröhlich zugehen? Darf man in der Kirche tanzen?
Ja, man darf!
Darf ich Gott wirklich alles sagen? Auch das, was mir nicht gefällt?
Ja, man darf!
Sie dürfen zu Gott kommen, so wie Sie sind, mit dem, was Sie fühlen.
Beides darf vor Gott bestehen- Klage und Tanz, Trauer und Freude.
Beides dürfen wir Gott sagen.

In diesem Psalm spricht David von Feinden, von Tod und Krankheit.
Er verschweigt nicht, dass er sich in den Schlaf weinte.
Er erzählt, wie er Gottes Nähe nicht mehr spüren konnte und darüber zu Tode erschrak.
Alle diese Gedanken und Gefühle, diese Not und Trauer hat David zu einem Lied gemacht, das nun bei der Einweihung des Tempels gesungen wurde.
Denn: Gott hat ihn nicht im Stich gelassen.
Er schrie um Hilfe und der Herr hat ihn gehört. Gott hat ihn aus Trauer und Angst herausgeholt.

Das Klagen Davids wurde in einen Freudentanz verwandelt.
Aus Trauergesang wurde ein Loblied.

Gott will auch Ihre Klage in Freude verwandeln.
Gott freut sich auch über Ihren Lobgesang.
Wir singen gerne mit!


Käthe Müller, Pastoralreferentin