Gedanken zum Monat Oktober 2013

„Vergesslichkeit ist eigentlich nichts Ungewöhnliches: Man vergisst den Namen eines Bekannten, bringt nach dem Einkauf nur die Hälfte nach Hause oder weiß partout nicht mehr, was man eigentlich gerade sagen wollte. Probleme mit dem Gedächtnis sind bis zu einem gewissen Grad normal – einzelne Aussetzer des Gedächtnisses haben noch keinen Krankheitswert.“ (http://www.netdoktor.de/symptome/vergesslichkeit/)

So kann ich es im Internet nachlesen. Und bin beruhigt - meine Vergesslichkeit ist nicht ein Zeichen meines Alters oder einer Krankheit. Vergesslich zu sein ist normal.

Ich kann mir nicht alles merken, deshalb schreibe ich Einkaufszettel, Notizen, Merkverse und hänge sie gut sichtbar als Gedächtnisstützen auf. 

Die Bibel ist so herrlich realistisch. Sie kennt uns Menschen gut. Sie weiß, wie vergesslich wir sind. Wie schnell wir uns hauptsächlich um uns selbst drehen und den anderen dabei aus dem Blick verlieren. Deshalb gibt sie uns für diesen Monat eine Gedächtnisstütze mit. 

Hebr 13,16 "Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen."

Das sind die Opfer, an denen Gott Gefallen hat. Mit diesem Vers werden wir erinnert, dass wir nicht allein auf dieser Welt sind. Es gibt Menschen, die uns brauchen. Wir werden daran erinnert, dass andere auf unsere Hilfe, auf unsere Unterstützung oder einfach auf ein gutes Wort von uns angewiesen sind. Wir werden daran erinnert, wie viel wir besitzen; wie Gott uns so reich beschenkt hat. Ist da nicht auch etwas übrig für den Bedürftigen?

Lasst uns die Augen offen halten, dass wir die Menschen sehen, denen wir Gutes tun sollen.

Lasst uns die Hände offen halten, damit wir mit denen teilen, die unsere Unterstützung brauchen.

Lasst unser Herz offen halten, damit wir die Liebe, die wir empfangen haben, an andere weiter geben.

Käthe Müller, Pastoralreferentin