Gedanken zum Monat November 2013

Schauen wir hin

Entdecken wir einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Tun Gottes und der Arbeit eines Menschen? Vielleicht dieser: der Mensch arbeitet, Gott wirkt. Der Mensch plant und baut, Gott lässt geschehen. Der Mensch stellt fertig, Gott lässt wachsen.

So beeindruckend die Werke eines Menschen, etwa ein Musikinstrument, ein Haus oder eine Straße, auch sein mögen, sie haben etwas Statisches, etwas Begrenztes. Es gilt: geplant, gebaut, fertig.  So richtig zufrieden sind wir, wenn zwischen dem Plan und dem Ergebnis keine Abweichungen sind.

Bei den Dingen, die Gott wirkt, ist es anders. Sie entziehen sich unserer Planung und Kontrolle, beginnen klein und unsichtbar und entwickeln sich oft anders, als wir erwartet haben. „Wann wird die Herrschaft Gottes sichtbar?“, wird Jesus von einigen Pharisäern gefragt. Das muss sich doch beobachten, vielleicht sogar planen und beeinflussen lassen, denken sie. Jesus antwortet mit einem Satz, der in diesem November als Monatslosung empfohlen wird:

"Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch." Lukas 17, 21

Dieses Reich Gottes ist ja längst da, in seiner Person - und sie hatten es nicht bemerkt. Doch in Jesus Christus kommt und beginnt Gottes Reich, das ist Gottes gütige und gerechte Herrschaft. Noch klein und leicht zu übersehen, aber bald immer größer und wirksamer. Wachstümlich und allmählich, von Mensch zu Mensch. Nicht zu planen und zu erarbeiten, aber dennoch wahr und wirklich.

Auch in uns, in meinem und deinem Leben, in unserer Gemeinde, und auch dort, wo wir leben, soll die Herrschaft Gottes kommen. Schauen wir hin: sie ist schon da, wenn wir Menschen unter der Herrschaft Gottes sind. Lassen wir uns davon nicht verwirren, dass wir mit menschlichen Maßstäben so wenig davon wahrnehmen. In Jesus ist das Reich  Gottes mitten unter uns, mit all seinen segensreichen Wirkungen. Schauen wir einfach hin!  

Christoph Müller

 

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