Gedanken zum Monat Januar 2014

Vielleicht haben Sie folgendes Lied in der Weihnachtszeit gesungen:

1) Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude;
A und O, Anfang und Ende steht da.
Gottheit und Menschheit vereinen sich beide;
Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!
Himmel und Erde, erzählet's den Heiden:
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

2) Jesus ist kommen, nun springen die Bande,
Stricke des Todes, die reißen entzwei.
Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden;
er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,
bringet zu Ehren aus Sünde und Schande;
Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

 

In diesem Lied springt uns förmlich die Freude über die Befreiung entgegen. Es ist das Lied eines Menschen, der von Angst, Zwang, von allem, was ihn bedrückte befreit wurde. Hier wird deutlich: die Qual der Verlorenheit, die Last der Sünde, die Enge des inneren Gefängnisses ist ihm abgenommen worden.

Auch wir können diese Befreiung erleben. Was uns gefangen nimmt, hat keine Macht mehr in unserem Leben. Jesus selbst möchte uns aus diesem Zwang befreien.

Jesus bietet uns echte Freiheit an! Nicht mehr Angst und Zwang, nicht mehr das eigene Streben nach Gottgefälligkeit soll unser Herz bestimmen, sondern Jesus bietet uns Freiheit, Gnade und Wahrheit an.

So steht es im Johannesevangelium:

Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
(Johannes 1,17)

So habe ich es erlebt. Jesus macht wirklich frei!

Diese Freiheit wird uns nicht dazu führen, in Zügellosigkeit oder Anarchie zu leben. Nein!
Denn wenn wir diese Freiheit wirklich erfahren, dann begreifen wir, dass Jesus sich nicht geschont hat, uns diese Freiheit zu schenken.
Diese Freiheit ist teuer erkauft.
Diese Freiheit ist wirklich kostbar.

Dieses Geschenk der Freiheit gibt es nicht nur zur Weihnachtszeit. Mit diesem Geschenk dürfen wir in das neue Jahr gehen.

Dazu wünsche ich Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen!

Käthe Müller, Pastoralreferentin