Gedanken zum Monat Februar 2014

Es ist schon erstaunlich, wie viel heute geredet wird. Wie viel Informationen auf einen einprasseln. Permanent werden wir mit den neuesten Neuigkeiten überschüttet. Fußballergebnisse, das neueste aus dem Dschungelcamp, Ratschläge jedweder Art, Promiskandale und und und.

Das meiste davon ist unwichtig. Das allermeiste haben wir in kürzester Zeit vergessen. Gott sei Dank! Sonst wäre unser Gehirn in Nullkommanichts total überfordert. Denken wir da nicht unwillkürlich an die Lebensweisheit: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Vielleicht sollten wir uns auch einmal wieder im Schweigen üben. Das Still- Sein ausprobieren. Wir werden merken, das ist gar nicht einfach. Selbst wenn wir uns zurückziehen, drehen sich unsere Gedanken im Kreis. Es quatscht quasi in uns weiter.

Doch Schweigen allein ist auch keine Lösung. Kommunikation ist die wichtigste Grundlage für ein gutes Miteinander. Was also tun?

Paulus gibt der Gemeinde in Ephesus einen guten Rat:
Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. (Eph. 4,29)

Wäre es nicht wunderschön, wenn wir nur das Reden würden, was gut ist, was den anderen stärkt oder tröstet? Wenn wir nur das sagen, was notwendig ist? Ja, das wäre gut, das wäre Segensreich, nicht nur für den Hörenden, sondern auch für den Sprechenden.

Doch einfach ist es nicht.  Manchmal merke ich sofort, dass was ich gesagt, das war nicht gut, das war nicht erbauend oder notwendig. Dann kann ich mich bei dem Gesprächspartner entschuldigen. Oft merke ich es nicht.  Was schlimmer ist: manchmal entscheide ich mich bewusst dafür, etwas zu sagen, was nicht gut ist. Weil ich mich ärgere, weil ich trotzig bin oder weil ich den anderen verletzen möchte.

In diesen Fällen wird deutlich, dass das, was in unseren Herzen ist, früher oder später auch gesagt wird. Deshalb glaube ich, dass Schweigen nicht die Lösung ist.

Die Lösung für einen guten und segensreichen Umgang mit meinen Mitmenschen ist es, dass sich mein Herz verändert. Dass Neid, Zorn, Missgunst keinen Platz mehr haben. Dass Liebe und Freude mein Herz erfüllen. Ich weiß, das kann ich nicht allein schaffen. Aber Jesus ist auf diese Welt gekommen, um uns unsere Schuld abzunehmen und unser Herz mit Liebe zu erfüllen.

In Römer 5,5 lesen wir: „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Wie wichtig ist es, aus dieser Quelle zu schöpfen und so einander Gutes zu sagen, einander zu ermutigen, einander Not- wendendes mitzuteilen.

Ich möchte es in diesem Monat üben.

Machen Sie mit!

Käthe Müller, Pastoralreferentin

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