Gedanken im April 2014

Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Johannes 16, 20
Was für eine Zusage! Ein totaler Stimmungswandel wird versprochen, sozusagen von „zu Tode betrübt“ zu „himmelhoch jauchzend“. Von der Hoffnungslosigkeit zu neuer Perspektive. 

Haben wir das schon erlebt? Von Trauer zur Freude, wenn ein schwerkranker Mensch wieder gesund wird. Von Verzagtheit zur Hoffnung, wenn ein Arbeitsloser wieder Arbeit findet. Von tiefem Schmerz zu unfassbarem Glück wenn eine vermisste, schon tot geglaubte Person wieder auftaucht.

Allzu oft passiert leider auch das Gegenteil: ein Unglück, eine Krankheit oder der Tod eines nahestehenden Menschen brechen unvermittelt herein und stellen alles auf den Kopf - aus Lebensfreude werden Verzagtheit, Hoffnungslosigkeit, Angst und Trauer.

So ging es auch den Jüngern von Jesus, nachdem er verhaftet und schließlich am Kreuz hingerichtet worden war.  Ihr Freund, ihr Lehrer – der lang erwartete Messias - der war tot. Unfassbar.  Das konnte und durfte nicht wahr sein. Der Messias sollte sie befreien, von aller Unterdrückung, von allem Leid. Das hatten die Propheten gesagt und darauf haben sie gehofft. Jesus war tot. Das hätte nie passieren dürfen.

Doch, denn Jesus hatte es ihnen alles vorausgesagt. Aber es war so unfassbar für die Jünger, dass sie es nicht glauben konnten.  Noch viel weniger verstanden sie seine Ankündigung: „Schon sehr bald werdet ihr mich nicht mehr sehen. Dann, nach einer weiteren kurzen Zeit, werdet ihr mich wieder sehen“ (Joh. 16, 16-18)

Jesus sprach von seinem Auftrag für diese Welt.  Dieser Auftrag war keineswegs gescheitert, sondern erfüllte sich in seinem Tod, um das Gericht über die Schuld jedes Menschen stellvertretend zu erleiden.

Er versprach ihnen: „Ihr werdet weinen und trauern über das, was mit mir geschehen wird, aber die Welt wird sich freuen. Ihr werdet trauern, doch eure Trauer wird sich von einem Augenblick zum anderen in große Freude verwandeln, wenn ihr mich wieder seht.“ (V.20)

Und er hielt Wort: auf Karfreitag folgte Ostern; als Auferstandener begegnete Jesus seinen Jüngern.

Aus Trauer wurde Freude!

Die Gewissheit, dass Jesus den Tod überwunden hat und lebt, kann auch uns heute den Weg aus der Trauer weisen. Deshalb ist es immer wieder heilsam, den Weg von Karfreitag bis Ostern ganz bewusst zu gehen. Deine Hoffnungslosigkeit, deine Trauer, deine Angst vor dem Tod, deine Last, die hat Jesus ans Kreuz getragen. Die hat er dort durchlitten für dich. Noch viel mehr: Diese Trauer hat er besiegt durch seine Auferstehung von den Toten.

Deshalb rufen wir gemeinsam mit allen Christen auf der Welt:
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Das ist der Ausruf echter und ewiger Freude.


Käthe Müller, Pastoralreferentin

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