Gedanken im September 2014

Bald sind die Ferien vorbei. Der Alltag hat uns wieder.

Der Alltag mit all seinen Herausforderungen, die wir selbstbewusst annehmen können und in denen wir uns bewähren können. Wie schön, dass das Leben nicht eintönig und langweilig ist! Aber auch mit Herausforderungen, die kaum zu bewältigen sind. Sie überrollen uns. Sie lassen sich nicht so einfach handhaben. Vielleicht ist die Aufgabe zu groß oder vielleicht auch das Team zu uneinig. Vielleicht fühle ich mich zu unfähig. Vielleicht habe ich einfach nur Angst davor, zu versagen.

Auch Salomo steht einer überwältigenden Herausforderung gegenüber. In dieser totalen Überforderungssituation wird dem jungen Salomo gesagt: Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken! 1.Chronik 22,13

Warum fürchtete sich Salomo? Was erschreckte ihn?

Sein Vater David überträgt ihm die ganze Verantwortung seines Lebenstraums. David liebte Gott, er diente ihm von ganzem Herzen. Er wollte Gott einen schönen Tempel bauen. Doch David kann diesen Traum nicht umsetzen. Deshalb soll Salomo diesen gewaltigen Wunsch seines Vaters verwirklichen. Salomo bekam die komplette Verantwortung. Die Verantwortung als König ein Volk zu regieren und die Verantwortung dem großen und heiligen Gott einen Tempel zu bauen.

Dieser Auftrag war wirklich riesig. Das war eine echte Herausforderung. Ich kann verstehen, dass Salomo weiche Knie bekommen hat. Wie soll er das bloß schaffen? Wie soll er diese Aufgabe erfüllen? Wie soll er Gott und den Menschen gerecht werden?

In diese Fragen und Ängste hinein spricht David seinem Sohn Mut zu: „Habe keine Angst! Denn Gott selbst wird mit dir sein. Er wird dich in deinem Vorhaben bestärken. Er wird dir helfen. Vertraue auf ihn allein, dann wird es dir gelingen. Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!“

Das war nicht einfach nur daher gesagt. Das war die Erfahrung die das ganze Leben Davids prägte. Immer wieder hatte David allen Grund zu Angst und Sorge. Immer wieder hat er Gottes Hilfe erfahren. Immer wieder musste David schier unmögliche Dinge bewältigen. Immer wieder hat Gott Gelingen geschenkt.

Salomo war der König des Friedens. Salomo war bei seinem Volk geachtet und geliebt. Er ist bis heute berühmt für seine Weisheit. Und Salomo baute Gott einen wunderschönen Tempel!

Wenn der Alltag mich zu überrollen droht. Wenn die Angst mich packt. Wenn ich das Gefühl habe, diese Herausforderung ist nicht zu schaffen. Dann möchte ich mich daran erinnern:

Gott kann helfen! Gott will helfen!

Auch dir!

Käthe Müller, Pastoralreferentin