Gedanken im Juni 2015

Wenn es finster wird...

Im Juni erwarten wir gemeinhin den längsten Tag des Jahres, einen Tag, der uns im Kalenderjahr die größtmögliche Helligkeit verspricht. Die Sonne wird im Jahresverlauf am höchsten stehen.

Wir können schönes Wetter genießen, draußen sein und Sonne tanken ... Es wird uns, statistisch gesehen, besser gehen, als in der dunkleren Jahreszeit.

Aber lösen sich mit Sonne, Wärme und gutem Wetter auch unsere Sorgen auf oder wird UNSERE Welt dadurch, platt gesagt, besser?

Die Nachrichtenlage bleibt die Gleiche. Das Elend um Flucht, Hunger und Vertreibung hört wegen dem Sonnenschein bei uns auch nicht auf, ja es verbessert sich dadurch auch nicht ein wenig. Auch Trauer und Nöte des Einzelnen bleiben real weiter existent. Wenn Menschen besonders betroffen sind, dann zünden sie sich oftmals Kerzen an.

Das gilt in den schönen Stunden des Lebens, erst recht aber in den Augenblicken, in denen "man schwarz sieht". Davon zeugen die Kerzen auf unseren Geburtstagstischen und die Kerzen am Grab. Oder denken wir an die unzähligen Kerzen, mit denen man an Schreckensorten Trost sucht.

Jesus kennt diese Sehnsucht der Menschen nach einem tröstenden Licht, das zugleich Wege aus dem "finsteren Tal" zeigen kann. Beeindruckend ist die Bestimmtheit seines Wortes:

"Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe." Johannes 12, 46

Jesus redet hier sehr konkret. Er sagt nicht: Wenn es einmal finster werden sollte, dann vielleicht, würde, falls ... und was es da nicht so an Einschränkungen gibt.

Er stellt fest: Ich bin als ein Licht gekommen! - Mit dieser Bestimmtheit können wir uns auch auf seine Gegenwart in unserem Alltag verlassen. Man muss es nur mal ausprobieren.

Viele Menschen haben in bedrückenden und scheinbar aussichtslosen Zeiten diese Erfahrung gemacht, weil sie sich auf dieses Licht eingelassen und sich darauf verlassen haben.

Wer in die Nähe des Lichtes tritt, bleibt nicht allein und wird selbst hell, auch wenn es um ihn selber herum immer noch finster ist.

So wünsche ich uns in diesem äußerlich sonnigen Juni,

... dass sich in unserem Leben diese Verheißung von Jesus erfüllt und
... dass unsere dunklen Ecken mit seinem Licht erfüllt werden.

S. Zabel

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