Gedanken im August 2017

Aufatmen!

Ein Aufatmen geht durch Baden- Württemberg: Endlich Ferien! Endlich darf ich tun und lassen, was ich möchte. Endlich ausschlafen!

Den Urlaub haben wir uns verdient. Die Zeit der Erholung sollten wir nutzen. Körper, Geist und Seele brauchen eine Regenerationszeit. Sie funktionieren sehr ähnlich. Wir wissen, dass erst Ruhe und Herausforderung den Körper fit machen. So ist es auch mit unserem Inneren. Ruhe und Herausforderung, das ist es, was wir brauchen.

Wie könnte denn so eine Herausforderung aussehen?

 

Wie wäre es, wenn wir den Urlaub dazu nutzen, über unser Leben nachzudenken. Warum bis zu einem Jubiläum warten? Das können wir auch heute schon tun. Schreiben Sie sich Ihre eigene Jubiläumsrede. Denken Sie über Ihr Leben, über Ihren Werdegang, über die Wegmarker in Ihrem Leben nach.

Paulus macht es uns vor. Allerdings hat er ganz andere Rahmenbedingung. Er steht vor Gericht und muss sein Reden und Handeln vor dem König Agrippa rechtfertigen. Er bittet den König um Geduld, denn er erzählt seine Lebensgeschichte. Seinen großen religiösen Eifer als Pharisäer, seine Begegnung mit dem Messias und der Wendepunkt, wie er vom Saulus zum Paulus wurde.

Er reflektiert sein Leben. Er legt seine Gedanken dar. Er erläutert seine Motivationen.

Und er schließt ab mit den Worten:

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein. (Apostelgeschichte 26,22)

Wie gut ist es doch, wenn wir im Betrachten unseres Lebens, Gottes Hilfe erkennen können. Wie befreiend ist es, zu wissen, dass Gott unsere Leben begleitet, lenkt und uns mit seiner starken Hand auch durch harte Zeiten führt.

Paulus hat so oft Gottes Hilfe erlebt. Diese Erfahrung machte ihn stark in dieser herausfordernden Situation der Anhörung vor Gericht.

Was ist das Resümee Ihres Lebens?

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie wissen und erleben dürfen: Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen gesegneten Urlaub.

Käthe Müller, Pastorin