Gedanken im Februar 2018

Noch nie gab es eine Zeit, in der wir Menschen über so viel Wissen verfügten. Wir alle hören und sehen Nachrichten und verfolgen die Geschehnisse im In- und Ausland.

Und was fangen wir mit all diesen Informationen an? Machen sie uns nur klüger oder auch besser? Eigentlich muss zu unserem Faktenwissen ein anderes Wissen treten, ein Wissen, das mehr weiß, als alle unsere Daten. Ein Wertesystem, das aus wissenden Menschen weise handelnde Menschen macht. Dieses Wissen, wir sagen besser, diese Erkenntnis, finden wir nirgends so klar wie in der Bibel, dem Wort Gottes. Dies Wort ist offen und zugänglich, jedenfalls in unserem Land.

"Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust."  5. Mose 30,14

Mit unserem Monatsspruch können wir sagen, das Wort ist ganz nahe bei uns. Wenn wir es lesen – damals las man murmelnd, also „mit dem Mund“ - und in unser Herz aufnehmen, dann wird es wirksam. Wir spüren, dass es uns zur Tat drängen will.

Das Wort ist uns also nicht nah, um uns nah zu sein, sondern damit wir es tun. Ebenso sollen uns die vielen Informationen nicht informieren, damit wir informiert sind, sondern damit wir handeln. Man kann es erleben, wem das Wort Gottes das Herz berührt, den lässt auch die Not seiner Mitmenschen nicht kalt.

Ob wir Wissende sind oder Weise, das zeigt allein unser Handeln. Nicht immer, aber oft genug können wir etwas tun, konkret und aktiv in unserem persönlichen Umfeld oder mittelbar durch die Unterstützung der Arbeit verschiedener diakonischer und missionarischer Werke in aller Welt.

Christoph Müller